Kunstpostkarten
von
Andreas Rumland
Der Künstler arbeitet seriell mit bestimmten Thematiken. Seine großformatigen Photographien zeigen scheinbar vertraute, alltägliche Bildinhalte. Doch er spielt mit dem Bildgedächtnis des Betrachters, denn die dargestellten Orte bilden nicht die Realität ab Die hochpräzisen, detailreichen Bilder bestehen aus bis zu 30 Einzelaufnahmen und werden miteinander in verschiedenen Ebenen zu einer neuen Hyperrealität arrangiert.
Rumlands besonderes Interesse gilt Formen, Strukturen, der Wirkung von Licht und dem Spiel von Farbe zu Nichtfarbe. Es geht nicht nur um eine präzise technische Umsetzung, sondern vielmehr um die Idee, die hinter dem Bild steht Andreas Rumland sagt, dass ihm Bilder begegnen. Der visuelle Reiz läst ein inneres Bild aus, eine bestimmte Vorstellung, die es umzusetzen gilt. Nie geht es um das gewählte Motiv an sich, sondern um ein inneres Bild von Proportionen und Schönheit.
Zum Teil haben die Arbeiten im Ausdruck eine fast malerische Qualität. Dies liegt nicht nur an der hochauflösenden Arbeitsweise und den großen Formaten der Pigmentdrucke, sondern auch daran, dass Andreas Rumland meist Büttenpapier oder feine Leinwände verwendet: Diese sind hier das beste Ausdruck(s)mittel, um die komplexen Bildinhalte wiederzugeben.
Textauszug aus dem Katalog 08/09 von
Anna Wondrak
Dussa
Verlag